Die Mistel

Hoch oben in den Baumwipfeln thronen sie – die Misteln. Die kugeligen, im Durchmesser etwa 1 m großen Halbsträucher erinnern an Vogelnester. Sie heben sich durch ihre grüne Farbe vom Orangerot des Herbstlaubs ab. Mit ihren Senkern haben sie sich an das Ernährungssystem der Bäume angeschlossen. Nach der Signaturenlehre verrät uns ihr Erscheinungsbild ihre Anwendung als Heilpflanze. So wird die Mistel als Mittel in der Krebstherapie eingesetzt, begleitend oder auch zur Nachsorge. Auch bei familiärer Krebsbelastung, bei Präkanzerosen oder bei Krankheiten die mit Krebs assoziiert sind bietet sich eine Misteltherapie an. Chronische Erkrankungen wie das Chronic Fatigue Syndrome (CFS) und andere Erschöpfungssyndrome, Burnout, Depression, Fibromyalgie, Rheuma, Bluthochdruck, Arthrose oder Herzschwäche sind weitere Indikationen. Zu den Wirkstoffen der Mistel gehören spezielle zuckerhaltige Lektine, die nachweislich das Wachstum von Tumorzellen hemmen, sowie Viscotoxine, die sogar zellauflösend wirken. Außerdem wird die Fähigkeit der Apoptose gesteigert; das bedeutet entartete Zellen werden vermehrt abgebaut was einem Krebsgeschehen entgegen wirkt. Die Stimulierung des Immunsystems zeigt sich oft bei der Erstreaktion auf eine subkutane Mistelreaktion in Form von Rötungen und Juckreiz an der Einstichstelle und vorübergehenden Fieberreaktionen. Durch die Überwärmung des Organismus wird der Abbau von Zellen beschleunigt. Unter einer Misteltherapie kann es sogar zur Rückbildung von Tumoren kommen. Von den komplementären Krebstherapien ist die Mistelbehandlung die mit am Abstand am besten erforschte. Alle Studien zeigen positive Auswirkungen auf Allgemeinbefinden und Lebensqualität der Patienten. Es empfiehlt sich jeweils eine Kur im Frühjahr und im Herbst.

Einfache Hausmittel die Wunder wirken – der Zitronenwickel

Bei Erkältungskrankheiten und akuten Schmerzen tun einfache Hausmittel gut und haben erstaunliche Wirkung. Zum Beispiel der Zitronenwickel bei Halsschmerzen und Mandelentzündung als Halswickel, bei Bronchitis und Pneumonie als Brustwickel. Dazu nehme ich ein einfaches Baumwolltuch. Dieses tränke ich gut in heißem Wasser mit Zitrone. Einfach eine halbierte Zitrone mit Wasser übergießen und mit einem Messer die Schale mehrmals anritzen! Dadurch wird auch das ätherische Öl der Zitrone frei, das als Aromatherapeutikum stimmungsaufhellenden und klärenden Effekt hat. Der Saft der Zitrone, den ich anschließend mit einer Tasse ausdrücke, hat entzündungshemmende, anti-bakterielle und abschwellende Wirkung. Die Wärme des feucht-heißen Wickels ist wohltuend und beschleunigt die Heilung. Je besser das Tuch ausgewunden wird, desto länger bleibt der Wickel warm. Noch ein Handtuch oder ein Flies darum wickeln, Wärmflasche darauflegen und dann 20 bis 30 min einwirken lassen. Sie werden die wohltuende Wirkung genießen! Ich liebe diesen Wickel weil man ihn schnell und einfach zuhause machen kann und er schnelle Linderung der Beschwerden bringt.

Den Zitronenwickel und weitere klassische naturheilkundliche Anwendungen biete ich auch in meiner Praxis an. 

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Wirksame Mittel bei Heuschnupfen

Die lange Hitzeperiode im Sommer 2018 trifft Heuschnupfenpatienten besonders stark. Während andere ihre Freizeit im Freibad oder Biergarten verbringen, bleiben Menschen die an einem starken Schub von Pollinosis leiden lieber zuhause und vermeiden jeglichen Kontakt mit Pollen. Fließschnupfen, Anschwellen der Nasenschleimhäute mit Verstopfungsgefühl und Sandgefühl in den Augen sind die gängigen Symptome. Häufig sind Pollenallergien mit dem Auftreten anderer Allergien z.B. gegen Hausstaub, Milben, Katzen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten vergesellschaftet. Zugrunde liegt ein aus der Balance geratenes Immunsystem. Gegen Heuschnupfen gibt es viele sehr gut wirksame phytotherapeutische Mittel, die keine Nebenwirkungen haben und die  allgemeine Allergieneigung des Patienten langfristig positiv beeinflussen. So ist es möglich dass Heuschnupfen mit einer naturheilkundlichen Therapie jedes Jahr besser wird um schließlich sogar ganz zu verschwinden. Oft ist schon eine sehr schnell eintretende Linderung der Beschwerden zu beobachten. In jeder Jahreszeit kann mit einer naturheilkundlichen Heuschnupfenbehandlung begonnen werden; ob im Frühjahr/Sommer zum Abfangen der akuten Schübe oder im Herbst/Winter zur Vorbehandlung um das nächste Jahr besser in den Sommer zu starten. Homöopathie kann ihnen helfen den Sommer wieder in vollen Zügen zu genießen!

hs